03/2026: Von LEGO in der Verwaltung und Phrasen PingPong
Die letzte Session von #GeScheiterWeiter war wieder ein voller Erfolg! Die neue Plattform workadventure hat wieder einen schönen digitalen Rahmen geschaffen für das erste GeScheiterWeiter des Jahres 2026. Bei GeScheiterWeiter kommen Mitarbeitende aus Verwaltungen zusammen, um über etwas zu sprechen, das in vielen Organisationen noch immer zu selten Raum bekommt: das Scheitern.
_Sprecher:innen.
Björn Unte aus der Berliner Senatsverwaltung sowie Kristina Müller (99 Facets) und Frieda Tanski aus Berlin waren als Sprecher:innen zu Gast in der Veranstaltung. Kristina und Frieda sind für die kurzfristig erkrankte Julia Hodapp eingesprungen.
Björn teilte seine Erfahrungen mit LEGO in der öffentlichen Verwaltung geteilt und auch die Barrieren, die es auf diesem Weg gibt. Kristina und Frieda haben Phrasen PingPong gespielt und für verschiedene typische Phrasen in der Verwaltung Lösungsansätze skizziert.
_Was geschah?
Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete Björn mit seinem Impuls „Bauen, scheitern, verstehen“. Mithilfe von LEGO®-Steinen machte er auf anschauliche Weise deutlich, worum es bei GeScheiterWeiter geht: ausprobieren, beobachten, anpassen und weitermachen. Fehler werden dabei nicht als Makel betrachtet, sondern als wertvolle Informationsquelle auf dem Weg zu besseren Lösungen.
Eine Aussage aus dem Kreis der Teilnehmenden brachte diesen Gedanken besonders treffend auf den Punkt: „Scheitern ohne Lernen ist doof.“ Ein Satz, der einfach klingt und gleichzeitig den Kern einer lernenden Organisation beschreibt. Nicht das Scheitern selbst macht den Unterschied, sondern die Bereitschaft, daraus Erkenntnisse zu gewinnen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung widmeten sich Kristina und Frieda einem Thema, das vielen Menschen in Veränderungsprozessen vertraut vorkommen dürfte: den sogenannten Killerphrasen. Aussagen wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ oder „Das muss erst einmal abgestimmt werden“ begegnen Menschen in Verwaltungen regelmäßig. Oft stehen hinter diesen Sätzen eingespielte Routinen, Unsicherheiten oder der Wunsch nach Orientierung.
Gleichzeitig erinnern solche Reaktionen daran, dass Veränderung Beharrlichkeit braucht. Wer neue Wege gehen möchte, braucht nicht nur gute Ideen, sondern auch die Ausdauer, mit Widerständen konstruktiv umzugehen.
Kristina und Frieda zeigten auf sympathische und praxisnahe Weise, wie genau das gelingen kann. Statt Killerphrasen als Sackgasse zu betrachten, machten sie diese zum Ausgangspunkt für Reflexion, Dialog und Weiterentwicklung, ganz im Sinne von GeScheiterWeiter: nicht am Widerstand scheitern, sondern gemeinsam weiterdenken.
Dass der Ansatz gut ankam, zeigte auch eine spontane Frage aus dem Publikum: Ob man sich Frieda eigentlich einmal ausleihen könne? Die Antwort war ebenso einfach wie überzeugend: Eigentlich sollte jede und jeder eine Frieda haben.
Für die passende Erfrischung sorgte schließlich der eigens kreierte Cocktail „GeScheiterWeiter Spring Sour No. 1“, wahlweise mit einer Prise Salz oder Pfeffer.
Unser besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihre Bereitschaft zum Teilen eigener Erfahrungen und die Freude am gemeinsamen Lernen. Genau diese Haltung macht GeScheiterWeiter zu einem besonderen Format und zeigt, wie wertvoll ein offener Umgang mit Fehlern für die Weiterentwicklung von Organisationen sein kann.
Wir freuen uns bereits auf die nächste GeScheiterWeiter-Session am 11. Juni 2026. Mit dabei ist diesmal Dr. Julia Hodapp.
Denn eines hat auch diese Veranstaltung wieder gezeigt: Fehler lassen sich nicht vermeiden. Lernen daraus schon.






